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Weg und Ziel der Laieninitiative
Hinzugefügt am 1. April 2010
Die Laieninitiative will im Kreis der Reformbewegungen kooperativ mitwirken. Das Ziel ist ja ein gemeinsames. Was uns besonders kennzeichnet, ist das Unternehmen eines weiteren Schrittes, der die bisherigen konsequent fortsetzen soll und den wir als den einzig zielführenden ansehen.
Die Situation: Frustration und massenhaft Austritte
Die Laieninitiative will im Kreis der Reformbewegungen kooperativ mitwirken. Das Ziel ist ja ein gemeinsames. Was uns besonders kennzeichnet, ist das Unternehmen eines weiteren Schrittes, der die bisherigen konsequent fortsetzen soll und den wir als den einzig zielführenden ansehen.
Seit dem Kirchenvolksbegehren von 1995 zeigt sich immer das gleiche Bild: Menschen guten Wissens, die in ihrer Kirche endlich etwas bewegen und längst fällig gewordene Verbesserungen erreichen wollen, versammeln sich, beraten, holen theologische Begründungen ein, bitten, ersuchen und fordern. Am Anfang stand noch Hoffnung. Der Salzburger Dialog für Österreich ergab 1998 in einer Konferenz, deren Delegierte auch von der Hierarchie entsendet worden waren, große Mehrheiten für eine Reihe von Reformen.
Doch Rom wies das mit brüsker Arroganz zurück und es wurde klar: Der Vatikan will keine Veränderungen und ist dazu auch unfähig. Papst Benedikt lässt wie sein Vorgänger deutlich erkennen, dass er die Fortschritte des Zweiten Vatikanischen Konzils nicht fortführen sondern da und dort sogar zurücknehmen will.
Damit erhebt sich die entscheidende Frage: Wie soll Rom zur Änderung eines Kurses veranlasst werden, der unserer Kirche schweren Schaden zufügt? Entscheidungen des Papstes können und dürfen ja nach dem Kirchenrecht weder in Zweifel gezogen noch korrigiert werden. Die zur kollegialen Leitung berufen Bischöfe stellen sterilen Gehorsam vor die Übereinstimmung mit dem Kirchenvolk. Frustration, Zorn und Kirchenaustritte nehmen auf erschreckende Weise zu.
Unsere Konsequenz: Loslösung zur Selbständigkeit
- Das absolutistische Papstregime steht nicht im Einklang mit dem Evangelium und den allgemein anerkannten Grund- und Menschenrechten.
- Da es jede wirksame Mitwirkung des Gottesvolkes sowie seiner Seelsorger ausschließt und konstruktive Anregungen ignoriert, hat es seinen Anspruch auf Autorität, Gefolgschaft oder gar „Gehorsam" verloren.
- Widerstand gegen eine nach eigener Willkür handelnde und weltfremde Kirchenleitung ist nicht nur berechtigt, sondern sogar Christenpflicht.
- Die erstarrte vatikanische Religionsbürokratie muss als Fremdkörper im lebendigen Kirchenorganismus isoliert und unwirksam gemacht werden.
- Die Laieninitiative sieht es daher als notwendig an, eine für die Hierarchie und alle Menschen deutlich sichtbare Gemeinschaft zu bilden, die den Glauben aus dem eigenen Gewissen selbständig lebt und gestaltet.
- Sie strebt ein immer stärker werdendes, geordnetes und offenes Bekenntnis der Eigenverantwortung in der Kirche an, das schließlich nicht mehr ignoriert werden kann.